Cover

Inhaltsverzeichnis

Buch
Autoren
Vorbemerkung
Die physische Welt
Der Körper ist ein Freund der Seele
Seele, Psyche und Geist
Essentielle Seelenrolle und Seelenalter
Die Seelenfamilie
Die Funktion von Angst
Das Böse ist ein Mangelzustand
Leid, Krankheit und Tod gehören zum Leben
Aids ist keine Strafe
Drogen in der westlichen Gesellschaft
Was Kornfeldzeichen bedeuten
Erleuchtung
Individuelle Fragen
Die astrale Welt
Die Heimat der Seelen
Der Begriff »astral«
Astralreisen
DAS ERSTE TERRITORIUM: Seelen, die nie inkarniert waren
DAS ZWEITE TERRITORIUM: Seelen im Inkarnationszyklus
DAS DRITTE TERRITORIUM: Seelen nach abgeschlossenem Inkarnationszyklus
Astrale Ruheräume
Karma, Schuld und Verantwortlichkeit
Erbsünde oder Wiedergutmachung
Inneres und höheres Selbst: die sieben Stimmen
Individuelle Fragen
Die kausale Welt
Die Vereinigung der Seelenfamilie
Die kausalen Lehrer
Die Quelle beschreibt sich selbst
Unbewußtes und Überbewußtsein
Kommunikation mit kausalen Lehrern
Die Bedingungen medialer Übermittlung
Individuelle Fragen
Das Zusammenwirken der drei Welten
Die esoterische Tradition kausaler Botschaften
Gnostische Wahrheit und Mohammeds Traum
Das Beispiel Jesus
Seine Entwicklung in früheren Inkarnationen
Empfängnis und Kindheit
Die Kreuzigung und ihre Folgen
Die Mission
Individuelle Fragen
Der Suchende
Copyright

Autoren

Varda Hasselmann, geboren 1946, bereitete sich nach dem Studium zunächst auf eine vielversprechende Universitätskarriere vor. Als ihr ein Lehrstuhl angeboten wurde, entschied sie sich dagegen und schlug einen gänzlich anderen Lebensweg ein: den des Mediums. Seit 1983 arbeitet sie mit Trancedurchsagen bei Seminaren und in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen.

Frank Schmolke, geboren 1944, war nach seinem Studium zunächst Lehrer in Hamburg. Er beschäftigte sich viele Jahre mit spirituellen und therapeutischen Themen und begann schließlich seine Arbeit als »medialer Energiepartner«, von Varda Hasselmann.

Der Suchende

Wenn du nach deiner Wahrheit suchst, bist du wie ein Mensch, der sich zu einer Wanderung im Gebirge aufgemacht hat. Viele Wege sind ausgeschildert. Viele Karten existieren. Und viele wandern auf den vorgezeichneten Wegen. Du aber kommst immer wieder an Weggabelungen, an denen du stehenbleibst und dir überlegst: Willst du den ausgeschilderten Weg weiter beschreiten, oder willst du einen anderen Weg nehmen? Einen Pfad, der zwar nicht so bequem ist, der aber verspricht, dich an Orte zu führen, die dir besonders gefallen oder dir Ausblicke eröffnen könnten, an denen du vorbeilaufen würdest, wenn du auf der alten, breiten Spur bliebest?

Wir sagen dir: Dein Weg ist der Weg der Verirrung und der Heimkehr. Dein Weg ist der Weg des Fehlermachens und der Einsicht. Du wirst immer nur dann weiterkommen, wenn du einen bestimmten Weg bis zu einem bestimmten Punkt gehst, dich an einer bestimmten Lehre orientierst, nicht um ihr dann endgültig zu folgen, sondern um einzusehen: »Das ist nicht mein Weg. Ich muß meinen eigenen Weg gehen.«

Deshalb verschmähe diejenigen nicht, die dir ihre Lehre in den Weg legen, um dich daran zu prüfen. Deshalb verachte nicht diejenigen, deren Einsichten du für dich persönlich als unzutreffend erkennst. Deine Entwicklung beschleunigt sich durch den Kontakt mit jenen, die sich auf die Belehrung der vielen konzentrieren, damit du erkennst, daß du dich dort nicht wohlfühlst und auf deine eigenen Spuren zurückkehren kannst.

Wir wollen dir das, was wir etzt gesagt haben, noch ein wenig erläutern: Ein jeder Lehrer ist so gut und so wahr wie die Resonanz, auf die er in seinem Schüler trifft. Die Lehrer, deren Lehren du als irrig empfindest, erreichen Menschen, für die diese Lehren gerade das richtige sind. Das Echte und das Falsche ist nicht so leicht zu unterscheiden, wie es scheinen möchte. Verschiedene Menschen brauchen Verschiedenes. Für dich ist entscheidend herauszufinden, was du brauchst. Du, der du dies hörst, bist keine ganz junge Seele mehr und hast deshalb Bedürfnisse, die sich von denen der jungen Seele wesentlich unterscheiden. Du bist an einem Punkt deiner Entwicklung angelangt, wo du um deines eigenen Befindens willen vieles, wenn nicht gar alles, in Zweifel ziehen mußt. Du siehst dich gezwungen, alte Kleider abzulegen, um dich bereitzumachen für ein neues Gewand, das nicht mehr der Mode folgt, das nicht mehr aus Stoffen ist, die dir Allergien verursachen, sondern ein Gewand, das du dir selber nach eigenem Geschmack geschaffen hast, und das dich unverwechselbar macht, das dich von weitem schon kenntlich macht als einen Menschen, der sich nicht mehr nach den Geboten seiner Umgebung richtet, sondern der mit zunehmender Freiheit und abnehmender Angst auf seiner Individualität besteht.

Laß dich von den vielen Wegweisern nicht verwirren. Und laß dich auch nicht von der Tatsache verwirren, daß du nicht genau weißt, wohin dein Weg führt. Wenn ein Mensch von München nach Paris reisen möchte, gibt es viele Möglichkeiten, wie er dorthin gelangen kann. Er kann die Autobahn wählen und wird sehr schnell in Paris ankommen, ohne aber von der Landschaft, die zwischen München und Paris liegt, viel gesehen zu haben. Er kann sich aber auch einige Tage Zeit nehmen und durch die wunderbaren Regionen, die zwischen den beiden großen Städten liegen, reisen. Und er wird vielleicht erleben, daß er spürt, er möchte gar nicht mehr in Paris ankommen, sondern in Burgund bleiben und sich in einem Ort aufhalten, der eine wunderschöne Kathedrale besitzt, um dort seinen Frieden zu finden und alle Pläne, die er hatte, hintanzustellen, ohne sie ganz aufzugeben. Denn wenn dieser Mensch nicht diesmal nach Paris kommt, kann er ein anderes Mal dorthin fahren. Aber er ist seinen eigenen Impulsen gefolgt, er ist den Wegweisern gefolgt, die ihm seine Energie und seine Spontaneität wiesen. Und er wird etwas erleben, das ganz ihm eigen ist, und das ihm mehr geben wird und tiefer im Gedächtnis haften wird, als sein Aufenthalt in Paris es jemals vermocht hätte.

Halte die Wahl deiner Wege flexibel, ohne deine Ziele aufzugeben. Das Ziel wird dir die Richtung weisen, aber deine spontanen und ureigensten Entscheidungen werden dir den Weg gestalten. Schaue nicht darauf, was andere dir vorschlagen, und wohin andere dich geleiten wollen. Frage dich in jedem Moment »Ist das jetzt, heute, das richtige für mich?« Und gib es auf, dich – wie in früheren Leben – an vorgegebenen Strukturen zu orientieren. Es war früher richtig und gut für dich, und es ist heute nicht mehr gut für dich. Es beschneidet dich in deiner Kreativität.

Die Wahrheit besteht nicht aus Systemen. Auch die Wahrheit, die wir beschreiben, benutzt eine Systematik nur, um euch Anhaltspunkte zu geben. Sie ist nicht diese Systematik selbst. Sie ist viel mehr.