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Inhaltsverzeichnis










































































































Anhang

Anmerkungen

Kapitel 1:

Die Religionsstunde und der unterrichtliche Handlungszusammenhang

Siehe hierzu: Hans Schmid, Plädoyer für eine konfessionelle Gastfreundschaft im Religionsunterricht. 10 Thesen, in: Hans Schmid/Winfried Verburg, Gastfreundschaft. Ein Modell für den konfessionellen Religionsunterricht der Zukunft, München 2010, S. 34–46.

So das Ergebnis einer Briefumfrage in der Erzdiözese Bamberg: Hans Schmid (Hg.), 46 Fenster in das Haus des Religionsunterrichts. Briefumfrage unter Religionslehrerinnen und Religionslehrern zum heutigen Religionsunterricht in der Diözese Bamberg, München 1993, S. 18: »Der Religionsunterricht wird von den Schülern her begründet: Von ihrer Selbst- und Menschwerdung her soll der Glaube als heilsames Angebot einen Beitrag leisten.« Diese Bestimmung des Religionsunterrichts spiegelt sich auch in der Wiederholung der Untersuchung im Jahre 2008 wieder, dokumentiert in: Hans Schmid (Hg.), Einfach in die Tasten geschrieben. 40 E-Mails von Lehrkräften zum Religionsunterricht, München 2009. Deutlich wird dabei, wie sehr dieses Selbstverständnis in einer »Korrelation« zum Synodenbeschluss »Der Religionsunterricht in der Schule« steht, der davon spricht, dass die Ziele des Religionsunterrichts der »Identitätsstärkung der Schüler dienen« sollen (2.5.2). In diesem Beschluss spiegelt sich vermutlich in weit stärkerem Maße die Selbstdefinition heutiger Religionslehrerinnen und Religionslehrer wider, als dies weithin bewusst ist bzw. angenommen wird.

Hartmut von Hentig, Die Schule neu denken. Eine Übung in praktischer Vernunft. Eine zornige, aber nicht eifernde, eine radikale, aber nicht utopische Antwort auf Hoyerswerda und Mölln, Rostock und Solingen, München/Wien 1993.

Hubertus Halbfas, Fundamentalkatechetik. Sprache und Erfahrung im Religionsunterricht, Düsseldorf 1968, S. 75.

Siehe hierzu: Karl Ernst Nipkow, Grundfragen der Religionspädagogik. Bd. 3: Gemeinsam Leben und Glauben lernen, Gütersloh 1982, S. 90f. Ebenso: Michael Wermke/Ralf Koerrenz (Hg.), Schulseelsorge – Ein Handbuch, Göttingen 2008.

Natürlich kann Unterricht auch mit individuellem Lernen beginnen, etwa in bestimmten Formen der Freiarbeit usw. Aber auch ein so konzipierter Unterricht wird nicht auf kollektives Lernen verzichten können. Dass Freiarbeit vielfach als die Lösung der didaktischen Probleme heutigen Unterrichts erscheint, liegt m.E. am fehlenden Verständnis des gemeinsamen und des individuellen Lernens in ihren je eigenen Möglichkeiten und Grenzen und damit zusammenhängend mit einer Überbetonung, ja mit einer Invasion des gemeinsamen Lernens in der heutigen Schule. Eine Monokultur des individuellen Lernens verfehlt jedoch die Schüler in gleicher Weise wie eine Monokultur des gemeinsamen Lernens; beide werden nicht dem unterrichtlichen Handlungszusammenhang und seinen Möglichkeiten gerecht. Es geht heute vor allem um eine Balance dieser verschiedenen elementaren Lern- und Handlungsformen.

Siehe hierzu: Moshé Feldenkrais, Bewusstheit durch Bewegung. Der aufrechte Gang, Frankfurt 111996; Ders., Das starke Selbst. Anleitung zur Spontaneität, Frankfurt 91992.

Die Edu-Kinästhetik versucht über einfache gymnastische Übungen die neurologischen Prozesse im Gehirn anzuregen und dadurch Lernblockaden aufzuheben. Siehe hierzu aus der Fülle der inzwischen erschienenen Veröffentlichungen: Paul E. Dennison, Befreite Bahnen, Freiburg 142004, sowie Paul Dennison/Gail Dennison, Lehrerhandbuch BRAIN GYM, Freiburg 21992. Interessant für unseren Zusammenhang ist, dass hier Gehirn und Muskelbewegungen, Lernen und Körper, Lernenergie und Körperenergie zusammen gesehen werden. Problematisch dabei ist jedoch m.E., dass die Edukinesiologie von ihren Protagonisten zuweilen wie eine neue Heilslehre vertreten wird, mit der alle Probleme des Lernens, ja des Lebens gelöst werden können.

Siehe hierzu die vielfältigen Anregungen: Ludwig Rendle (Hg.), Ganzheitliche Methoden im Religionsunterricht, München 2007.

Zur fundamentalen Bedeutung des Hauptmediums in seinem konkreten dinglichen Charakter für den Erschließungsprozess im Besonderen und den Unterrichtsprozess im Allgemeinen siehe S. 36ff.

Hiermit ist der gefühlsmäßige und taktile Bereich der unmittelbaren körperlichen Wahrnehmung und Muskelbewegung gemeint.

Rafik Schami nennt solche Geschichten ein »Geschenk der Wüste«. Wobei dies nicht heißt, dass die so entstandenen Geschichten keine Wirklichkeit zum Ausdruck brächten, ganz im Gegenteil. Siehe hierzu: Rafik Schami, Erzähler der Nacht, Weinheim/Basel, Neuauflage 2011. Zur prinzipiellen Bedeutung des Erzählens im Religionsunterricht siehe Kapitel 4.

Zur fundamentalen Bedeutung der unterschiedlichen sensorischen Zugänge der Wirklichkeitserfahrung siehe etwa die Arbeiten von Richard Bandler/John Grinder, Neue Wege der Kurzzeit-Therapie. Neurolinguistische Programme, Paderborn 142007. Bandler/Grinder unterscheiden neben visuellen, akustischen und kinästhetischen auch noch olfaktorische (Riechen) und gustatorische (Schmecken) Erfahrungszugänge.

Zu diesem Erschließungsprozess siehe in Kapitel 3: Didaktische Aufbereitung eines Textes (S. 99–112).

Günter Lange, Kunst zur Bibel, München 1988, S. 7.

Günter Lange, Zum religionspädagogischen Umgang mit modernen Kunstwerken, in: Katechetische Blätter 116 (1991) 2, S. 116.

Horst Rumpf spricht in diesem Zusammenhang von einer »Beschränkung auf Weniges«: Horst Rumpf, Abschied vom Bescheidwissen. Über Bildung und Sterblichkeit, in: Katechetische Blätter 119 (1994) 4, S. 237.

Georg Hilger, Für eine religionspädagogische Entdeckung der Langsamkeit, in: Georg Hilger/George Reilly (Hg.), Religionsunterricht im Abseits? Das Spannungsfeld Jugend – Schule – Religion. München 1993, S. 261f., sowie: Ders., Für eine Verlangsamung im Religionsunterricht, in: Katechetische Blätter 110 (1994) 1, S. 21ff.

»Die ›persönliche Beziehung‹ zu einem Bild darf auf keinen Fall an der materiellen und bildnerischen Gestalt und an der historischen Bedingtheit der Bildgestalt vorbei angezielt werden«, schreibt Günter Lange, Kunst zur Bibel, S. 9. Siehe hierzu auch Kapitel 5 zum Umgang mit Bildern (S. 129ff.).

Günter Lange, Kunst zur Bibel, S. 9.

Wir können deshalb statt von einer kontextuellen auch von einer transzendenten Deutung sprechen.

Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayerischen Grundschulen. Punkt 3.7., hg. vom Kath. Schulkommissariat in Bayern, München 2000.

In meiner Eigenschaft als Verantwortlicher für die Religionspädagogische Ausbildung im Priesterseminar und für die Realschulen in der Erzdiözese Bamberg führe ich jährlich über 100 Beratungsbesuche durch.

Siehe hierzu: Albert Höfer, Gottes Wege mit den Menschen. Ein gestaltpädagogisches Bibelwerkbuch, München 1993.

Siehe hierzu in Kapitel 5: »Kreative Gestaltung einer Umrisszeichnung« und »Abmalen bzw. Abzeichnen des Bildes« (S. 165–174).

Siehe hierzu in Kapitel 5: »Kreatives Schreiben« (S. 175–182).

Das unter Anm. 24 genannte Buch von Albert Höfer enthält eine große Zahl von Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten, nicht nur bezüglich des Malens, sondern auch des kreativen Schreibens, des Singens und der (bibliodramatischen) Darstellung. Siehe ebenso das an Vorschlägen für gestalterische Handlungsmöglichkeiten reiche Buch: Ludwig Rendle (Hg.), Ganzheitliche Methoden im Religionsunterricht, München 2007.

So die Formulierung eines Münchner Ausdruckspädagogen in einer Diskussion über die heutige Schule.

Josef Leisen, Leitmedium Tafel, in: Katechetische Blätter 136 (2011) 4, S. 275.

So im Magazin »Stern«, 16.10.2008. Siehe auch das IT-Projekt zur Unterrichtsentwicklung der Grundschule an der Bäke, Berlin:

Frank Wenzel, Interaktive Whiteboards, in: Katechetische Blätter 136 (2011) 4, 278–281.

So in Hamburg, wo mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 das verpflichtende Erlernen der Schreibschrift abgeschafft werden soll.

Hans Brügelmann in einem Interview auf Spiegel-online, 4.7.2011:

Frank Wenzel, a.a.O., S. 280.

Siehe dazu den Abschnitt »Abmalen bzw. Abzeichnen des Bildes« in Kapitel 5, S. 171ff.

Josef Leisen, Leitmedium Tafel, a.a.O., 275.

Ruth Cohn, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion, Stuttgart 1975, S. 122.

Ich habe die Motivation bildlich als Ausschlag nach unten dargestellt, um deutlich zu machen, dass hier die Energie in den Schülerinnen und Schülern für den folgenden Erarbeitungsprozess aktiviert werden soll; der »Höhe« der Erarbeitung sollte die »Tiefe« der Motivation entsprechen.

Unterschiedliche Zeitqualitäten zeigen sich nicht nur in einer Unterrichtsstunde, sondern auch im Ablauf eines Schultages, in der Tagesfolge einer Unterrichtswoche, ja auch in der Dramaturgie eines Schuljahres.

Ich habe die Dramaturgie des Unterrichtsverlaufs genauer entfaltet, in: Hans Schmid, Unterrichtsvorbereitung – eine Kunst. Ein Leitfaden für den Religionsunterricht. München 2008, S. 108ff.

Siehe hierzu: Alfred Schütz, Wissenschaftliche Interpretation und Alltagsverständnis menschlichen Handelns, in: Ders., Gesammelte Aufsätze, Bd. 1: Das Problem der sozialen Wirklichkeit. Den Haag, 1971, S. 7.

Siehe hierzu: Richard Bandler/John Grinder, Neue Wege der Kurzzeit-Therapie, a.a.O. (siehe oben Anm. 13).

Kapitel 2:

Grundmodelle des Unterrichtsaufbaus im Religionsunterricht

Siehe Kapitel 1, S. 37f.

Die Logik der Unterrichtsvorbereitung und die didaktische Aufbereitung des Lerngegenstands habe ich genauer entfaltet in: Hans Schmid, Unterrichtsvorbereitung – Eine Kunst. Ein Leitfaden für den Religionsunterricht. München 2008.

Hans Brügelmann, Offene Curricula. Ein experimentellpragmatischer Ansatz in englischen Entwicklungsprojekten, in: ZfPäd 18 (1972) 1, S. 98–118.

Adolf Exeler, Der Religionslehrer als Zeuge, in: Katechetische Blätter 106 (1981) 1, S. 12f.

Ralf Bohnsack, Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in Methodologie und Praxis der qualitativen Forschung, Opladen 1991, S. 134.

Kapitel 3:

Ein Grundmodell des Umgangs mit Texten

Internationale Vergleichsstudien machen immer wieder auf das Problem des Leseverstehens aufmerksam. In der PISA-Studie von 2009 rangiert Deutschland auf Rang 20 der Vergleichskala.

Neil Postman, Das Verschwinden der Kindheit, Frankfurt 17 2009.

Ingo Baldermann, Wer hört mein Weinen? Kinder entdecken sich selbst in den Psalmen. Wege des Lernens, Bd. 4, Neukirchen-Vluyn 72004.

Rainer Oberthür, In Sprachbildern der Bibel sich selbst entdecken. Umgang mit der »Psalm-Wort-Kartei« in Religionsunterricht und Phasen freier Arbeit, in: ru 2/1993, S. 75–79; Ders., Kinder und die großen Fragen. Ein Praxisbuch für den Religionsunterricht, München 92010.

Ingo Baldermann, a.a.O., S. 25.

Bedeutet so viel wie: »Komm schon, heute gehe ich mit dir ins Bett.«

Siehe hierzu in Kapitel 5, S. 154f.

Wolfgang Klafki, Didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung, in: Ders., Studien zur Bildungstheorie und Didaktik, Weinheim 1963, 126–153. In der Folge von Klafki gab es viele fachspezifische Modifikationen der Didaktischen Analyse. Für den Religionsunterricht: Valentin Hertle/Margot Saller, Religionsunterricht planen, protokollieren, auswerten, Donauwörth 41990, S. 21–43.

Hubertus Halbfas, Eine Sprache, die Ereignis werden will, in: Katechetische Blätter 111 (1986) 12, S. 907.

Es ist der Standpunkt der Ethnomethodologie aus der Sozialforschung, von dem aus die eigene Welt mit den Augen eines Fremden betrachtet wird, um dadurch zu ganz überraschenden Ergebnissen zu kommen. Siehe hierzu: George Psathas, Ethnotheorie, Ethnomethodologie und Phänomenologie, in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hg.), Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit, Bd. 1 u. 2, Opladen 1980, S. 272.

Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit, München 131987.

Analog zur Bestimmung der Politik von Otto von Bismarck: »Politik ist die Kunst des Möglichen.«

Diese Trennung bzw. Zweiteilung des Handelns in ein offenes assoziatives Suchen einerseits und ein Auswählen vor dem Hintergrund konkreter Handlungsbedingungen ist der Kern vieler kreativer Verfahren, wie beispielsweise des Brainstorming oder des Clustering, die in bestimmten Formen des kreativen Schreibens Verwendung finden. Siehe hierzu: Gabriele L. Rico, Garantiert schreiben lernen, Reinbek 42004, S. 27ff.; Monika Humpert, Kreatives Schreiben  – auch im Religionsunterricht, in: Katechetische Blätter 121 (1996) 5, S. 301–305.

Kapitel 4:

Ein Grundmodell des Umgangs mit erzählten Geschichten

Hans Aebli, Zwölf Grundformen des Lehrens, Stuttgart 132006, S. 34–64.

Hubertus Halbfas, Magister narrans oder Der Lehrer als Erzähler, in: RU in der Grundschule. Lehrerhandbuch, Bd. 2, Düsseldorf u.a. 1983, S. 43.

Walter Neidhart, Als Praktiker unter wissenschaftlichen Experten, in: Rainer Lachmann/Horst F. Rupp (Hg.), Lebensweg und religiöse Erziehung. Religionspädagogik als Autobiographie, Bd. 1, Weinheim 1989, S. 235.

Hubertus Halbfas, a.a.O., S. 47–48.

Über die bereits erwähnten Beiträge hinaus seien exemplarisch noch einige andere genannt: Günter Stachel, Narrative Theologie oder Theorie und Praxis des Erzählens, in: Katechetische Blätter 110 (1985) 5, S. 348–358; Ders., Zur Praxis des Erzählens und Nacherzählens der Bibel, in: Katechetische Blätter 110 (1985) 8, S. 596–604; Walter Neidhart /Hans Eggenberger, Erzählbuch zur Bibel, 3 Bde., Düsseldorf /Zürich 1975; Siegfried Zimmer, Erzählen, in: Gottfried Bitter/Rudolf Englert/Gabriele Miller/Karl Ernst Nipkow (Hg.), Neues Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe, München 2002, S. 481–484; Werner Laubi, Die Himmel erzählen. Narrative Theologie und Erzählpraxis, Lahr 1995.

Günter Stachel, Zur Praxis des Erzählens und Nacherzählens in der Bibel, a.a.O., S. 601–603.

Ebd. S. 601.

Ebd. S. 602.

Diese Position vertritt Walter Neidhart in seinem »Erzählbuch zur Bibel«, a.a.O.

Siehe etwa die interessante Neuerzählung von Genesis 22 (Abraham und Isaak) unter der Überschrift: »Der wahre Gott fordert keine Menschenopfer« von Werner Laubi: Werner Laubi, Die Himmel erzählen. a.a.O., S. 44–46.

Agnes Wuckelt, Mut zur (gefüllten) Lücke. Überlegungen zum phantasievollen Umgang mit biblischer Überlieferung, in: Katechetische Blätter 120 (1995) 7/8, S. 476–487.

Peter Handke, Die Lehre der Sainte-Victoire, Frankfurt am Main 1980, S. 99.

Günter Stachel, Zur Praxis des Erzählens und Nacherzählens der Bibel, a.a.O., S. 603.

Hans Aebli, Zwölf Grundformen des Lernen, a.a.O., S. 52.

Kapitel 5:

Ein Grundmodell des Umgangs mit Bildern

Wohl nicht zufällig war es der Bilddidaktiker Günter Lange, der in den 1970er-Jahren gerade diese Konzeption der verschiedenen Wirklichkeitsebenen in die religionspädagogische Debatte eingebracht hat. Er unterschied die empirische Dimension (x-Ebene), die religiöse Dimension (y-Ebene) und die Dimension des Glaubens (z-Ebene). Günter Lange, Religion und Glaube. Erwägungen zum Gegenstand des Religionsunterrichts, in: Katechetische Blätter 99 (1997) 12, S. 733–750.

Mircea Eliade, Geschichte der religiösen Ideen. Bd. 2: Von Gautama Buddha bis zu den Anfängen, Freiburg im Breisgau 1993, S. 71; Wilfried Nölle, Wörterbuch der Religionen, München 1960, S. 71.

Ganzseitige Farbabbildung in: Deutsche Bischofskonferenz (Hg.), Schulbibel, Kevelaer/Stuttgart/München/Düsseldorf 1979, Farbtafel 26 (neben S. 305).

Valentin Hertle/Margot Saller/Rudolf Seitz, Religion in der Grundschule 1. Unterrichtshilfen, München o.J., S. 4.

Siehe hierzu Josef Quadflieg, Guernica. Agitation und religiöse Dimension in einem Bild von Pablo Picasso, in: Katechetische Blätter 112 (1987) 3, S. 209–224.

Dieses Verfahren stammt aus den religionspädagogischen Gestaltkursen von Albert Höfer, in denen das Bild eine sehr große Rolle spielt. Ein Niederschlag dieser Kurse findet sich in: Albert Höfer, Gottes Wege mit dem Menschen, München 1993; sowie: Ders., Ins Leben kommen, München 1995.

Günter Lange, Kunst zur Bibel, München 1988, S. 10.

Ohne an dieser Stelle auf dieses verstehenslogische Problem, das so alt ist wie das menschliche Denken selbst, weiter eingehen zu können, sei darauf hingewiesen, dass der Gegensatz zwischen Wiedererkennen und Neuentdecken sich auch im Unterschied zwischen Analyse und Interpretation, zwischen quantitativen und qualitativen Denkverfahren widerspiegelt. Die beiden fundamentalen Denkbewegungen sind in ihrer Unterschiedlichkeit wie in ihren Gemeinsamkeiten für die Verstehensprozesse des unterrichtlichen Lernens m.E. viel zu wenig reflektiert.

Günter Lange, Zum religionspädagogischen Umgang mit modernen Kunstwerken, in: Katechetische Blätter 116 (1991) 2, S. 118.

Zit. nach: Heinz Braun, Formen der Kunst. Eine Einführung in die Kunstgeschichte, München 1974, S. 445.

Ebd. S. 465f.

Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 212 und 269.

Margarete-Luise Goecke-Seischab/Erhard Domay, Botschaft der Bilder. Christliche Kunst sehen und verstehen lernen am Beispiel von 9 Farbtafeln und 9 Dias, Lahr 1990, S. 266–267.

Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 176.

Herbert Fendrich, Sprache der Bilder und Wirken des Geistes, in: Burkhard Schönwälder (Hg.), Bilder des Glaubens  – Wirken des Geistes, Essen 1988, S. 8–11.

Margarete-Luise Goecke-Seischab/Erhard Domay, a.a.O., S. 264–265.

Friedemann Fichtl, Der Teufel sitzt im Chorgestühl. Ein Begleitbuch zum Entdecken und Verstehen alter Kirchen und ihrer Bildwelt. Eschbach 1990, S. 66.

Émile Mâle, Die Gotik. Die französische Kathedrale als Gesamtkunstwerk, Stuttgart/Zürich 1994, S. 24.

Eine reiche Quelle an ikonografischen Informationen findet sich bei: Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O. Das Buch bezieht sich auf die Bilder der Schulbibel (für den Gebrauch ab der 5. Klasse), hg. von der Deutschen Bischofskonferenz, Kevelaer/Stuttgart/München/Düsseldorf 1979, die Ausführungen haben aber immer prinzipielle Bedeutung. Ders., Christusbilder sehen und verstehen, München 2011. Ebenso: Margarete-Luise Goecke-Seischab/Erhard Domay, Botschaft der Bilder, a.a.O. Im Anhang findet sich ein lexikalisches Sachwortverzeichnis mit einer Fülle ikonografischer Informationen.

Die sogenannten Simultanbilder stellen auf einem Bild zwei oder u.U. sogar mehrere Szenen dar; etwa in der Miniatur »Herr der Mächte« aus dem Evangeliar Ottos II. (Ende 10. Jh.) ist im oberen Bild Christus links im Boot schlafend dargestellt, rechts im selben Boot gebietet er dem Wind und der See. Siehe: Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 172ff.

Unter korrelationsdidaktischen Gesichtspunkten stellen solche Konkretionen immer Korrelationen von Bibel und Leben dar.

Siehe Kapitel 4.

Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 9.

Adolf Exeler, Wie Lämmer unter die Wölfe. Eine Diameditation zum Isenheimer Altar. Textheft und sechs Farbdias. Bearbeitet von Leopold Haerst, München 1980.

Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 9.

Ebd.

Rudolf Englert, Individualisierung und Religionsunterricht. Analysen, Ansatz, Option, in: Katechetische Blätter 121 (1996) 1, S. 20; Günter Lange, Religionsunterricht als Sehschule. Zur ästhetischen Dimension religiösen Lernens in Grundschulen. In: Dimension religiösen Lernens. Religionsunterricht im Zeichen veränderter Kindheit (Bensberger Protokolle 95), Bergisch Gladbach 1998, S. 91–97.

Albert Höfer, Gottes Wege mit den Menschen, a.a.O., S. 29.

Ebd.

Unter den vielen Veröffentlichungen: Bruno Döring, Schenk dir ein Mandala. Heft I und II, Eschbach 1988 und 1993; dazu: Ders.: Mandalas zum Ausmalen. Ein Malblock, Eschbach 1993; Arthur Thömmes, Mit Herz und Hand. 25 Mandalas zum Kirchenjahr, München 2008.

Barbara Catoir, Arnulf Rainer. Übermalte Bücher, München 1989.

Jürgen Werbick beschreibt dies für die »Unbestimmtheiten« und »Leerstellen«, die für die Glaubenskommunikation notwendig sind. Dies trifft jedoch in gleicher Weise auf das Medium Bild zu: Jürgen Werbick, Religionsdidaktik als theologische »Konkretionswissenschaft«. Zum theologischen Rang des Didaktischen – aus fundamentaltheologischer Perspektive, in: Katechetische Blätter 113 (1988) 2, S. 82–99, hier: S. 86.

Gerade das Anliegen einer regionalen Religionsdidaktik und der Kirchenraumpädagogik muss in einem erfahrungs- und sinnenbezogenen Religionsunterricht stärkere Berücksichtigung finden. Siehe hierzu: Hubertus Halbfas, Was allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war. Entwurf einer regionalen Religionsdidaktik, in: Ders., Wurzelwerk. Geschichtliche Dimensionen der Religionsdidaktik, Düsseldorf 21997, S. 239–304; Margarete Luise Goecke-Seischab/Frieder Harz, Komm, wir entdecken eine Kirche. Tipps für Kindergarten, Grundschule, Familie, München 42009.

Hans Aebli, Zwölf Grundformen des Lehrens, Stuttgart 132006, S. 67. In Aeblis Liste folgt deshalb das Vorzeigen nach dem Erzählen als zweite fundamentale Grundform des Lehrens.

Um nur zwei zu nennen: Mona Brookes, Zeichnen lernen mit Kindern, Reinbek 1998; Betty Edwards, Garantiert zeichnen lernen. Das Geheimnis der rechten und linken Hirn-Hemisphäre und die Befreiung unserer schöpferischen Kräfte, Reinbek 1999.

Betty Edwards, Garantiert zeichnen lernen, a.a.O.

Siehe hierzu: Natalie Goldberg, Schreiben in Cafés, Berlin 22009; Gabriele L. Rico, Garantiert schreiben lernen, Reinbek 32004; Ludwig Rendle (Hg.), Ganzheitliche Methoden im Religionsunterricht, München 2007, S. 149–164; Ludwig Sauter, Kreatives Schreiben im Religionsunterricht, Stuttgart 2007.

Albert Höfer, Ins Leben kommen, a.a.O. S. 36.

Vermutlich hat jegliche Art der Selbstreflexion diese dialogische Sprechsituation zur Voraussetzung. In der empirischen Erforschung der Religiosität Jugendlicher wurde deutlich, dass in dieser Weise »Nachdenken über sich selbst« und »Reden mit Gott« sehr eng zusammengehören; vgl. Hans Schmid, Religiosität der Schüler und Religionsunterricht. Empirischer Zugang und Konsequenzen für den Religionsunterricht, Bad Heilbrunn 1989, S. 80ff.

»Es gibt kein Ich an sich, sondern nur das Ich des Grundwortes Ich – Du«: Martin Buber, Werke Bd. I. Schriften zur Philosophie, München 1962, S. 79.

Alber Höfer, Ins Leben kommen, a.a.O., S. 36.

Ingo Baldermann, Wer hört mein Weinen? Kinder entdecken sich selbst in den Psalmen, Neukirchen-Vluyn 7 2004; Rainer Oberthür, Kinder und die großen Fragen. Ein Praxisbuch für den Religionsunterricht, München 92010.

Enthalten in der Schulbibel, hg. von der Deutschen Bischofskonferenz. Für den Gebrauch ab der 5. Jahrgangsstufe, Kevelaer/Stuttgart/München/Düsseldorf 1979, S. 34; sowie die dazu gehörige Bildinterpretation in Günter Lange, Kunst zur Bibel, a.a.O., S. 45–54.

Siehe Kapitel 3, S. 99–111.

Die didaktische Aufbereitung von Bildern ist in Leitfragen aufgegliedert und beschrieben in: Hans Schmid, Unterrichtsvorbereitung  – eine Kunst. Ein Leitfaden für den Religionsunterricht, München 2008, S. 98–100.

Kapitel 6:

Ein Grundmodell des Umgangs mit Filmen

Der Kurzfilm: »Leben in einer Schachtel« (7 min, Bruno Bozzetto, Italien 1967) gilt als klassischer Kurzfilm für den Religionsunterricht und ist heute noch so aktuell wie vor fast fünfzig Jahren. Weil Kurzfilme eine eigene Kunstform mit eindrücklicher Symbolsprache darstellen, haben sie zuweilen einen zeitlosen Charakter. Das Gleiche gilt für den Trickfilm »Balance« (8 min, Christoph und Wolfgang Lauenstein, Bundesrepublik Deutschland 1989), der 1990 den Academy Award (Oscar) als bester animierter Kurzfilm erhielt. Beide Filme sind inzwischen auch unter YouTube zugänglich.

»Vater und Tochter« (8 min, Michael Dudok de Wit, Belgien /Niederlande/Großbritannien 2000) hat mehrere internationale Auszeichnungen erkalten. Siehe in YouTube unter dem Titel: »Father and Daugther«.

John Grinder/Richard Bandler, Therapie in Trance. Hypnose: Kommunikation mit dem Unbewussten, Stuttgart 142007.

Vor diesem Horizont ist der Aspekt der Trance für das Lerngeschehen und den Lernprozess bisher noch viel zu wenig ins Blickfeld geraten. Sicherlich auch deshalb, weil wir im landläufigen Verständnis mit »Trance« sofort und vor allem Manipulation und Beeinflussung assoziieren. Wenn es uns jedoch darum geht, die Bedingungen von konzentrierter und fokussierter Aufmerksamkeit als Grundlage des Lernens zu erforschen, zu gestalten und für die Schülerinnen und Schüler auch durchschaubar zu machen, kann uns die Hypnotherapie fruchtbare Zugänge ermöglichen. Siehe hierzu: John Grinder/Richard Bandler, a.a.O.

Siehe vor allem S. 44f.

»Von Mensch zu Mensch. Männer und Frauen in pastoralen Berufen«, 26 min, Deutschland 1993.

Kapitel 7:

Ein Grundmodell des Lernens von Liedern

Der Kehrvers ist nach dem Sonnengesang des hl. Franziskus von Assisi formuliert; der deutsche Text stammt von Winfried Pilz.

Siehe hierzu die Stimmbildungsliteratur, etwa: Adolf Rüdiger, Stimmbildung im Schulchor. Handbuch für Chorleiter. Mit 40 ausführlich kommentierten Kanons und Liedern, Hamburg 1982.

Kapitel 8:

Ein Grundmodell des Auswendiglernens von Texten

Rudolf Englert, Die Korrelationsdidaktik am Ausgang ihrer Epoche. Plädoyer für einen ehrenhaften Abgang, in: Georg Hilger/George Reilly (Hg.), Religionsunterricht im Abseits? Das Spannungsfeld Jugend – Schule – Religion. München 1993, S. 103. Siehe ebenso: George Reilly, Süß aber bitter. Ist die Korrelationsdidaktik noch praxisfähig?, ebd., S. 16–27.

Rudolf Englert, a.a.O.

Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe aus der Haft, München 111962, S. 275f.

Hip-Hop ist eine Weiterentwicklung des Rap; im Namen klingt schon etwas von der rhythmisch gefügten Bewegung des Musikstils an.

Zu den Texterschließungsschritten siehe Kapitel 3, S. 99ff.

Siehe Kapitel 5, S. 175–182: Kreatives Schreiben.

Hans Schmid, Leistungsmessung im Religionsunterricht, in: Katechetische Blätter 129 (2004) 3, S. 212–219; Leistungsbewertung und Notengebung in Schule und Religionsunterricht. Neun Thesen aus dem Vorstand des Deutschen Katecheten-Vereins e.V., München 2003 (siehe ; dort unter Information → Stellungnahmen); Wolfgang Michalke-Leicht/Georg Gnand, Leistungsmessung im Religionsunterricht, hg. v. Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, Freiburg 2007.

In: Karl Friedrich Linke, Poesiestunden. Hannover/Berlin 1904; zit. nach: Das Lesende Klassenzimmer 6. Lesebuch der 6. Klasse, München 1991, S. 149.

Kleines Rituale für besondere pastorale Situationen, Freiburg 1980.

Kapitel 9:

Ausklang: Zum religiösen Lernen im Religionsunterricht

Hans Schmid, Assoziation und Dissoziation als Grundelemente religiöser Bildung. Zur Frage nach dem ›Wozu‹ religiöser Bildung heute, in: Religionspädagogische Beiträge 50/2003, S. 49–57; Ders., Mehr als Reden über Religion, in: rhs 45 (2002) 1, S. 2–10; Bernhard Dressler, Darstellung und Mitteilung. Religionsdidaktik nach dem Traditionsabbruch, in: rhs 45 (2002) 1, S. 11–19. Im Zusammenhang solcher Überlegungen hat sich das Konzept des sogenannten performativen Religionsunterrichts entwickelt.

Ludwig Rendle/Ursula Heinemann/Lothar Kuld/Beatrix Moos/Alois Müller, Ganzheitliche Methoden im Religionsunterricht. Ein Praxisbuch, München 1996, S. 9.

Siehe hierzu die interessante Untersuchung des Neurophysiologen Moshe Feldenkrais: Das starke Selbst. Anleitung zur Spontaneität, Frankfurt 1989, vor allem S. 124ff.

Seit 2005 läuft in an der Universität Essen am Lehrstuhl für Religionspädagogik das Projekt »Untersuchung von Varianten korrelativer Didaktik im Religionsunterricht«, in dem wichtige Schritte zu einer Religionspädagogischen Unterrichtsforschung gegangen werden. Dazu: Rudolf Englert/Annegret Reese-Schnitker, Varianten korrelativer Didaktik im Religionsunterricht. Eine Essener Unterrichtsstudie, in: Horst Bayrhuber u.a. (Hg.), Empirische Fundierung in den Fachdidaktiken, Münster 2011, S. 59–73.

»Die Natur der pädagogischen Einwirkung (ist)«, so schreibt Friedrich Schleiermacher, »auf die Zukunft gerichtet zu sein.« Aber Schleiermacher betont im gleichen Atemzug, dass diese Zukunftsgerichtetheit ohne einen Gegenwartsbezug ihre pädagogische Legitimität oder, wie er sagt, »sittliche« Qualität verliert. Beides muss sich durchdringen. Friedrich Schleiermacher, Pädagogische Schriften. Die Vorlesungen aus dem Jahre 1826, Frankfurt/Berlin /Wien 1983, S. 48.

Hans Schmid, Religiosität der Schüler und Religionsunterricht. Empirischer Zugang und Konsequenzen für den Religionsunterricht, Bad Heilbrunn 1989.

Peter Handke, Die Lehre der Sainte-Victoire, Frankfurt 1980, S. 99.

Bildnachweis

: Karl Schmidt-Rottluff, Der Gang nach Emmaus © VG Bild-Kunst, Bonn 2011

: Rembrandt van Rijn, Das Mahl in Emmaus, Louvre, Paris © akg-images, Berlin

: Alfred Hridlicka, Plötzenseer Totentanz, Tafeln VII – IX : Emmaus – Abendmahl – Ostern © Ev. Kirchengemeinde Charlottenburg-Nord, Berlin

: Karl Schmidt-Rottluff, Der Gang nach Emmaus © VG Bild-Kunst, Bonn 2011/Umrisszeichnung: Hans Schmid