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Das Buch

Im New York der nahen Zukunft sind Bücher, Zeitschriften und Zeitungen so gut wie ausgestorben und neue, verbesserte Smartphones, sogenannte Mems, erledigen für ihre Besitzer sämtliche Alltagsaufgaben: Ist der User einmal eingeloggt, ruft das Mem Taxis, gibt die Bestellung im Restaurant auf und fungiert als automatisches Wörterbuch. In dieser Welt sind die siebenundzwanzigjährige Ana Johnson und ihr Vater Doug so etwas wie lebende Fossilien, denn sie sind die Herausgeber des letzten analogen Lexikons, das es noch gibt. Ein Lexikon, das endgültig überflüssig wird, als das aufstrebende IT-Unternehmen Synchronic Inc. eine neue App herausbringt, die das Sprechen, Lesen und Schreiben für die User noch einfacher machen soll. Doch die App setzt ein hochansteckendes Virus frei, mit fatalen Konsequenzen – wer sich mit der Wortgrippe infiziert, hat zunächst mit Übelkeit und Fieber zu kämpfen, bevor er zu sprechen verlernt und schließlich stirbt.

Als Doug ausgerechnet jetzt von einem Tag auf den anderen spurlos verschwindet, ist Ana sofort klar, dass er mit Synchronic Inc. in Verbindung gestanden haben muss. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Vater und stößt dabei auf einen Geheimbund aus Sprachwissenschaftlern, der Synchronic Inc. aufhalten will. Doch dafür ist es möglicherweise schon zu spät …

Die Autorin

Alena Graedon wurde in Durnham, North Carolina, geboren und studierte u.a. an der renommierten Brown University und an der Columbia University's School of Arts. Sie hat unter anderem bei Columbia, Knopf und dem PEN American Centre gearbeitet. Das letzte Wort ist ihr erster Roman. Die Autorin lebt in Brooklyn, New York.

Alena Graedon beschreibt in ihrem Roman Das letzte Wort gnadenlos die Konsequenzen der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft. Auf www.diezukunft.de, dem einzigartigen Portal für Visionäres in Science und Fiction, wird dieses Thema fortgeführt und mit exklusiven Hintergrundinformationen und aktuellen Beiträgen weiter ausgeleuchtet.

ALENA GRAEDON

Das

letzte Wort

Roman

Aus dem Amerikanischen

von Sabine Thiele

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

Titel der amerikanischen Originalausgabe

THE WORD EXCHANGE

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Deutsche Erstausgabe 02/2016

Redaktion: Ralf Dürr

Copyright © 2014 by Alena Graedon

Copyright © 2016 der deutschsprachigen Ausgabe by

Wilhelm Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München

Umschlaggestaltung: Das Illustrat, München

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

ISBN 978-3-641-16512-3
V002

www.diezukunft.de

Für meine Eltern, die nie verschwunden sind.

»Ich bin noch nicht so in den Tiefen der Lexikografie versunken, als dass ich vergessen könnte, dass Wörter die Töchter der Erde sind und Dinge die Söhne des Himmels.«

Samuel Johnson,

Vorwort zu A Dictionary of the English Language

»›Wenn ich ein Wort verwende‹, sagte Humpty Dumpty nun ziemlich gereizt, ›dann bedeutet es genau das, was ich will – nicht mehr und nicht weniger.‹

›Es ist nur die Frage‹, sagte Alice, ›ob Sie Wörter einfach so sehr Unterschiedliches bedeuten lassen können.‹

›Es ist nur die Frage‹, sagte Humpty Dumpty, ›wer hier das Sagen hat – so sieht’s aus.‹«

Lewis Carroll, Alice hinter den Spiegeln

»Als Kind wunderte ich mich immer, dass die Lettern in einem geschlossenen Buch nicht bei Nacht durcheinandergeraten und sich verirren.«

Jorge Luis Borges, Das Aleph

Inhalt

ERSTER TEIL: THESE

A: Alice

B: Bartleby

C: communication

D: dictionary

E: empanada

F: father

G: God

H: heuristic

I: I

ZWEITER TEIL: ANTITHESE

J: jackknife

K: king

L: logomachy

M: meme

N: names as such

O: OE

P: pineapple

Q: queasiness

R: rock and roll

DRITTER TEIL: SYNTHESE

S: silence

T: torture

U: unsayable

V: visitation

W: word

X: X

Y: you

Z: 0

ERSTER TEIL: THESE

NOVEMBER